NEWMEN

Ein Haus an der spanischen Riviera nahe Barcelona. Durch die Bäume projiziert die Nachmittagssonne ihr Lichtspiel auf einen Pool in dem einsam ein roter Schwimmring treibt. Sirrende Zikaden bestimmen die Geräuschkulisse. Das Bild eines Paradieses das sich durch nichts trüben lässt. Eine scheinbare Wirklichkeit. Genau in diesen Ort tauchen NEWMEN ein um die Arbeit an ihrem dritten Werk, der EP Fond on Pond, abzuschließen und um ihren Songs eine musikalische Entschlackungskur zu verordnen.

„Die Idee Musik als Vehikel zu nutzen um dem Mythos der Realität zu entfliehen, liegt NEWMEN schon seit Beginn zu Grunde“, so die Band. Dabei geht es nicht um naiven Eskapismus, sondern um die Erschaffung einer künstlichen Parallelwelt. Dort, wo sich in der Kunst das ausleben lässt was die Realität dem Einzelnen nicht möglich macht.

Gleichzeitig wird die Idee des vermeintlichen Paradieses, welche die Band akustisch wie visuell zeichnet, als utopisch-fiktives Konstrukt und als spaßorientierte Systemkosmetik entlarvt. „Es geht darum kollektive Sehnsuchtsmotive wie Sonne, Sand und Strandselfies zu erkunden und deren Künstlichkeit aufzudecken, ohne aber jene Lust zu zerstören mit der wir uns ihnen trotzdem hingeben. Es geht um die Sehnsucht nach der Mystik im Profanen dessen Plastikgeruch hypnotisch die Sinne vernebelt.“

Dabei werden zwei widersprüchliche Kennzeichen unserer Zeit – technologische Neomanie und kulturelle Retromanie – reflektiert und zum kreativen Dreh- und Angelpunkt für NEWMEN. So lässt sich die Band auf „Fond on Pond“ wie bereits auf ihrem Debutalbum Rush Hush und der EP Quick Millions auf vorhandene Konventionen der Popmusik ein um diese gleichzeitig durch die Verwendung von neuen Klängen aufzubrechen und ironisch zu umspielen.

Neben typischen Stil- und Klangelementen der Band wie stakkatohafte Arpeggios, choruslastige Gitarren und polyphoner Gesang haben auf „Fond on Pond“ vor allem „unaufgeregte“ Klangelemente Einzug in die Musik gefunden: Warme Synthesizerflächen, der vermehrte Einsatz von Percussions sowie minimalistische Instrumentierung. Einflüsse von AIR, Kraftwerk oder sogar Fleetwood Mac werden erkennbar und stellen die Eckpfeiler der hybriden Klangwelt von NEWMEN.

Dieser Klangwelt steht die textliche Ebene als emotionaler Konterpunkt gegenüber. Wenn NEWMEN singen „It‘s like the saddest place on earth / if you believe in adjusted eyes“ wird eines unmissverständlich klar: Das Konzept der Band ist der temporäre Komplettausstieg. In eine Scheinwelt deren Außengrenzen bestimmt werden durch die Parameter des Künstlichen. Raus aus dem Leben des Machbaren, rein in die erträgliche Leichtigkeit des Scheins.

Die EP „Fond on Pond“ erschien am 04.11.16 über das Hamburger Label Ferryhouse Productions und wurde im Spätsommer 2015 in der Nähe von Barcelona von NEWMEN aufgenommen und selbst produziert.
Im Dezember 2016 ging die Band für 4 Termine gemeinsam mit den HIGHS aus Kanada auf Deutschland-Tour.

Tourdaten

04.04.2017 Frankfurt - Frankfurt - Musikmesse Festival Opening @ Milchsackfabrik
05.07.2017 Bremen -  Breminale, Zelt Baronesse, Gastfeld Latest Pop Night

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